Dauphin genannt Muth


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Gemälde / Paintings _ Peter Dauphin genannt Muth

Darf man so etwas Abgegriffenes wie den Zuckerhut in Rio de Janeiro überhaupt noch malen?
Um es vorweg zu nehmen: Man darf. Peter Dauphin genannt Muth macht es uns vor.
Er sucht geradezu jene vergriffenen Bilder, hält sich wochenlang in einer Stadt auf um ihre Essenz zu erspüren, fast schon wie ein einsamer Wolf seinen Instinkten folgend, um sich schließlich mit den gefundenen Archetypen jener Stadt zu vermählen, ihre Essenz mit seiner zu vermischen und dabei ein neues Amalgam entstehen zu lassen.
Babylonische Großstadtansichten, malerische Großprojekte von technischer Brillanz und Detailversessenheit deren technischer Aufwand geradezu haarsträubend ist sind die Folge; Hunderte kleine Schablonen manchmal nur erbsengroß tanzen auf seinen Bildern und die mit kleinen Wattestäbchen akribisch freigelegten Farbschichten erzielen gerade jenes altmeisterliche Sfumato in welches man sich nicht lange genug vergucken kann.
Auch in seinen neusten Arbeiten widmet sich Peter Daupin genannt Muth dem Bekannten indem er Bildausschnitte alter Meister wie Delacroix, Vermeer oder Balthus in sich aufnimmt und auf ihre Essenz geprüft schließlich mit ihr verschmelzend in neue Bildwelten umsetzt und aus dem Abgegriffenen etwas Neues entstehen lässt.
Dabei geht er technisch gleich aufwendig vor und entfernt einem Archäologen gleich Schablonen und Farbschichten genauso akribisch wie er es mit den Großstadtansichten tut. Es entstehen Bilder, farblich zuru?ckversetzt, die so wundervoll intim sind, dass man glauben könnte sie seien nur fu?r das Auge des Künstlers bestimmt.

Text von Karl Meyer (Basel) 2007

Can you still paint something as stale as the Sugar Loaf Mountain in Rio de Janeiro?
To make it short: yes, you can. Peter Dauphin genannt Muth shows us how.
He is looking for those images out of stock, lingering in a city for weeks to track its essence, like some lone wolf following its instincts to finally wed the found archetypes of that city, to mix its essence with his own to create a new amalgam. Babylonian city views, large painting projects of technical brilliance and a love for detail resulting in an almost outrageous technical effort. Hundreds of small stencils sometimes only pea size dance on his paintings and all those areas painstakingly laid open with cotton swabs achieve this almost old masterly sfumato one never wants to stop falling in love with.
In his new pieces, too, Peter Dauphin called Muth devotes himself to the familiar, taking in details of paintings of old masters like Delacroix, Vermeer or Balthus and, tested for their essence, blends with them transposing them into new imagery worlds creating something new from the well thumbed. Here, too, the technical effort is as great as he, like an archeologist, removes stencils and layers of paint with the utmost care as he did with the large city views. Paintings develop, their colors subdued, which are so wonderfully intimate that one could believe they might be destined for the artist's eye only.

Übersetzung /Translation Anja Molendijk (Fuerth)